Reinigung von Raucherwohnungen

Zunächst ein paar Fakten zur Reinigung von Raucherwohnungen:

Ein starker Raucher sitzt in seiner Wohnung und raucht, raucht und raucht. Er raucht in allen Räumen. Im Wohnzimmer, in der Küche im Bad und sogar im Bett. Anfänglich ist nur ein leichter kalter Rauch spürbar und die Luft ist etwas trübe. Später jedoch beginnt das Fiasko, die Luft ist nicht mehr nur etwas trübe, man kann sie schneiden wie man so schön sagt. Es stinkt ganz einfach nach Qualm. Ein Besucher hat nur schnell etwas abgegeben und 5 Minuten haben gereicht damit seine ganze Kleidung in kürzester Zeit den Geruch der Wohnung angenommen hat.

(Sie glauben das nicht? Doch! Ich habe Wohnungen besichtigt. In denen ich mich nur 5 Minuten aufgehalten habe. Meine Kleidung hat den ganzen Tag gestunken als wäre ich einen langen Abend in der Disco oder in einer Raucherkneipe gewesen.)

Schon beim flüchtigen Hinsehen entdeckt man überall gelbliche Ablagerungen. Die Schränke sehen komisch stumpf aus. Die Fenster sind wie blind. Die Rahmen sind ja nicht mehr weiß, sie sind gelb. Gelb wie eine Sonnenblume und die Tapete, was ist mit der Tapete passiert?

raucherwohnung     Reinigung von Raucherwohnungen     Schmutzbeläge in Raucherwohnungen

War sie jemals weiß? Natürlich war sie weiß! Im laufe der Jahre hat sich das Nikotin überall abgesetzt, besonders aber auf den tapezierten Wände und Decken. In der Raufasertapete beispielsweise sind Holzspäne eingearbeitet. Diese Holzspäne ziehen Gerüche an wie ein Schwamm. Sie werden dort gespeichert wie Strom in einer Batterie. Irgendwann ist die Tapete so vollgesaugt, sodass sie nichts mehr aufnehmen kann. Nun gibt sie die aufgenommenen Nikotinpartikel an die Wand ab. Denn wohin sonst damit?

Die Wand hat eine große Kapazität. Sie ist dick und porös und da wären wir wieder beim Thema Schwamm. Jetzt ist die Wand unser Schwamm und sie saugt auf und saugt auf. Sie hat viel Aufnahmefähigkeit. Jetzt zieht der Mieter aus. Er räumt seine Wohnung leer und reinigt die Fenster und Türen mehr schlecht als recht. Er überstreicht die Wände. Alles weiß, alles fein. Kurz vor der Übergabe lüftet er die Wohnung, weil es nicht sehr gut riecht. Es riecht auch noch nach Farbe, zum Glück! Die Wohnungsbaugesellschaft kommt und ließt die Zählerstände ab, schaut sich um und bemerkt den Geruch der Farbe und des kalten Rauches. Na ja es war ein Raucher, wir lüften mal richtig durch bevor wir sie wieder vermieten.

Sie unterschreiben das Abnahmeprotokoll, alles gut. Nun haben sie einen neuen Mieter in Aussicht. Alle treffen sich vor der Wohnung. Sie sperren die Türe auf und fallen aus allen Wolken. So ein Gestank in der Wohnung! Kalter Rauch ist so ekelig und so penetrant. Aber was ist mit der schönen weißen Wand und Decke passiert? Die ist nicht mehr weiß, sie ist durchzogen von braunen und gelben Stellen. Die Zimmerecken sind fast vollständig durchgefärbt, alles hat einen gelblichen Schimmer bekommen. Der potenzielle Mieter ist schon gegangen.
Der Vermieter hat die Lösung , Nikotinfarbe! Schnell sind ein paar Eimer gekauft, billig sind die ja auch nicht wirklich, aber was darauf steht hört sich toll an. Der Hausmeister braucht 2 Tage und die Wohnung erstrahlt im feinsten weiß.

Es dauert nicht lange und schon ist die Wohnung neu vermietet. Nach etwa 2 Monaten ruft der Mieter bei der Hausverwaltung an und beschwert sich über Rauchgeruch in der Wohnung und das Desaster beginnt. Der Onkel des Mieters ist Anwalt. Er weiß wie man Briefe schreibt und zu allem Überfluss hat sich die Wohnung so komisch gelb verfärbt. Es stinkt wirklich erbärmlich in den einzelnen Zimmern. Es scheint so, als ob es sogar Schimmelt.

Der Mieter kann hier nicht bleiben. Der Onkel untermauert mit bösen Briefen an die Hausverwaltung seine Forderung. Sie hatten einen Gutachter da. Der Nikotingeruch hat mittlerweile Besitz von dem Inventar des Mieters ergriffen. Alles ist unbrauchbar. Es waren ja teure Möbel. Das Sofa, die Gardinen, alles stinkt.

So ist die Realität:

Es wurden bei dieser Geschichte, die nicht aus der Luft gegriffen ist, viele Fehler gemacht. Bei sehr stark verqualmten Raucherwohnungen muss unbedingt die Tapete entfernt werden. Jegliche Arbeiten, die ohne eine vorherige Entfernung der Tapete durchgeführt werden, ist reine Geldverschwendung!
Je länger und je mehr in einer Wohnung geraucht wurde desto schlimmer sind die vorhandenen Giftstoffe, die sich in den Wänden und Decken abgesetzt haben. Diese verlieren selbst nach Jahren ihre krebserregende Wirkung nicht. Diese krebserregenden Ablagerungen im Mauerwerk sind wasserlöslich. Sie werden durch die Farben, die auf Wasserbasis hergestellt sind, aktiviert und samt Geruch wieder an die Oberfläche befördert. Dies bedeutet, dass eine Wand, die gerade gestrichen wurde, schon nach kurzer Zeit wieder gelbliche Verfärbungen zeigt.

Ebenfalls ist es verkehrt einfach neu zu tapezieren. Der frische Tapetenkleister befördert die Schadstoffe wie Nikotin und Blei wieder an die Oberfläche und somit wieder in den Raum. Ein Überstreichen mit Nikotinfarbe versiegelt die Wand und so kann dies nicht mehr atmen. Jegliche physikalische Eigenschaften des Gemäuers verschwindet und begünstigt so die Bildung von Stockflecken und Schimmel.
Wir haben deswegen ein innovatives System entwickelt, das Raucherwohnungen wieder in einen geruchsneutralen Wohnraum verwandelt, und das ohne viel Aufwand oder gar den Putz zu erneuern.

Wir behandeln die rohen, untapezierten Wände mit speziellen Wirkstoffen, die die eingedrungenen Nikotinablagerungen und krebserregenden Schadstoffe wieder herausziehen.
 Wir machen in 3 Tagen rückgängig, was der Wohnraum über Jahre an Schadstoffe aufgenommen hat. Zudem verhindern wir, dass Nikotinablagerungen wieder durch die Tapete dringen, weil wir diese beseitigen. Wir machen diesen Prozess rückgängig und versetzen die Wand in einen neutralen Zustand, frei von jeglichen Giftstoffen.
Sämtliche Geruchsmoleküle werden in Ihrer Struktur aufgebrochen und deaktiviert und das dauerhaft. Sie können die Wände und Decken wie gewohnt tapezieren und überstreichen ohne das sich Verfärbungen zeigen oder unangenehme Gerüche hervortreten.

4 Gedanken zu „Reinigung von Raucherwohnungen

  1. Horst Kooter

    Hei, ich hätt intresse an der Technik für die Raucher Wohnungen wieder zu normalen Räumen werden. Ich hoff das es zu keinem Intressen Konflikt kommt da ich auch ne kleine Gebäudereinigungs Firma habe, aber mich intressieren neue Methoden und Arbeitsweisen und vielleicht braucht man sie auch mal bei den eigenen Kunden. Mir gefällt auch ihr Block besonders die Tatortreinigung da ich dies auch in erwägung ziehe, wobei es hier im Bayrischen Wald es etwas ruhiger ist.

    mit freundlichen Grüßen
    Horst Kooter

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  2. Hannelore Möbus

    Lieber Schreiber,
    sehr interessant und nützlich Ihre Tätigkeit.
    Leider nützt das mir nicht, die ich schon 2 Jahre neben einer Kettenraucherin wohne, Schlafzimmer Wand an Wand. Die Stores dieser Dame sind, wie man von Außen sehen kann, braun.
    Seit dem Einzug habe ich jeden Morgen entzündete rote Augen, die Augenärztin meint, da sei ein Giftstoff im Raum….. Wie ich Sie verstanden habe, können die Schadstoffe nach Vollsaugen der Wände, auch die Nachbarräume schädigen?! Kein Mensch glaubt mir, meine Kinder: Mutter spinnt!!
    Für eine Antwort von Ihnen, wäre ich sehr dankbar.
    Mit freundlichen Grüßen
    Hannelore Möbus

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  3. Nicole Bodenmüller

    Hallo
    Wollte mal fragen wieviel es kostet die Wohnung rauchfrei zu bekommen mit Ihrer Technik
    Mfg
    N. Bodenmüller

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  4. djcontroller.org

    Toller Artikel, gefällt mir gut. Ich habe diesen auf Social Media geteilt und
    einige Likes hierfür bekommen. Weiter so!

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